Schale 06 - Frei Zeit Schale
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07. 08. 2001 Material: Tafelbesteck, 19.Jh., Silber
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| "Der Ursprung des
Kunstwerkes", Martin Heidegger, 1936, Reclam Verlag. (Ich distanziere mich hier ausdrücklich vor Heidegger's nationalsozialistischer Vergangenheit)
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Seite 79 (Anm.: 79 / Gold) "(...) Immer wenn Kunst geschieht, d. h. wenn ein Anfang ist, kommt in die Geschichte ein Stoß, fängt Geschichte erst oder wieder an. Geschichte meint hier nicht die Abfolge irgendwelcher und sei es noch so wichtiger Begebenheiten in der Zeit. Geschichte ist die Entrückung eines Volkes in sein Aufgegebenes als Einrückung in sein Mitgegebenes. Die Kunst ist das Ins-Werk-Setzen der Wahrheit. In diesem Satz verbirgt sich eine wesenhafte Zweideutigkeit, der gemäß die Wahrheit zugleich das Subjekt und . /. |
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Seite 80 (Anm: 80 / Quecksilber) . /. das Objekt des Setzens ist. (...) Die Kunst läßt die Wahrheit entspringen. Die Kunst erspringt als stiftende Bewahrung die Wahrheit des Seienden im Werk. Etwas erspringen, im stiftenden Sprung aus der Wesensherkunft ins Sein bringen, das meint das Wort Ursprung. |
| Seite 81 (...) Sind wir in unserem Dasein geschichtlich am Ursprung ? Wissen wir, d. h. achten wir das Wesen des Ursprunges ? Oder berufen wir uns in unserem Verhalten zur Kunst nur noch auf gebildete Kenntnisse des Vergangenen ?
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Für dieses Entweder-Oder und seine Entscheidung gibt es ein untrügliches Zeichen. Hölderlin, der Dichter, dessen Werk zu bestehen den Deutschen noch bevorsteht, hat es genannt, indem er sagt : |
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>>Schwer verläßt Was nahe dem Ursprung wohnet, den Ort.<< Die Wanderung IV, 167 |
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Seite 83 Nachwort Die vorstehenden Überlegungen gehen das Rätsel der Kunst an, das Rätsel, das die Kunst selbst ist. Der Anspruch liegt fern, das Rätsel zu lösen. Zur Aufgabe steht das Rätsel zu sehen. |
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(...) Die Art, wie der Mensch die Kunst erlebt, soll über ihr Wesen Aufschluß geben. Das Erlebnis ist nicht nur für den Kunstgenuß, sondern ebenso für das Kunstschaffen die maßgebende Quelle. Alles ist Erlebnis. Doch vielleicht ist das Erlebnis das Element, in dem die Kunst stirbt. Das Sterben geht so langsam vor sich, daß es einige Jahrhunderte braucht. |
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Seite 85 (...) Die Wahrheit, von der gesagt wird, fällt nicht mit dem zusammen, was man unter diesem Namen kennt und dem Erkennen und der Wissenschaft als eine Qualität zuteilt, um gegen sie das Schöne und das Gute zu unterscheiden, die als die Namen für die Werte des nichttheoretischen Verhaltens gelten. |
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Die Wahrheit ist die Unverborgenheit des Seienden als des Seienden. Die Wahrheit ist die Wahrheit des Seins. Die Schönheit kommt nicht neben dieser Wahrheit vor. Wenn die Wahrheit sich in das Werk setzt, erscheint sie. |
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Das Erscheinen ist - als dieses Sein der Wahrheit im Werk und als Werk - die Schönheit." |
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