Schale 07 - x Zeit Schale
| 2. Tag - 02. 09. 2001 | Andi Liebl |
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REVIEW KULTURQUARTALSonntag 2. September 2001 kulturquartal / nachdenken über kulturarbeit Im Rahmen des AKKU Festivals WERKZONE / HIER LEBEN WIR fand vergangenen Sonntag Vormittag, dem 2. September 01, die erste von zwei Matineeveranstaltungen statt. Hauptsächlich spezialisiertes Publikum hat zur frühen Morgenstunde den Weg ins Akku gefunden um über Kulturarbeit nachzudenken. |
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NACHDENKEN ÜBER KULTURARBEIT Den Auftakt machten Dr. Gerhild Trübswasser, Sozial- und Kulturwissenschafterin in einem Gespräch mit Liebl Andi, gespickt mit Audioeinspielungen namhafter DenkerInnen und PraktikerInnen aus der überregionalen Kulturszene. Mit dieser collagenhaften Gestaltung wurde vorerst das Feld umrissen über das gesprochen werden sollte. Was Kultur sei und was Kultur könne wurde aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Konkreter wurde es dann bei den Beispielen aus der Praxis. Kulturarbeit ist nicht gleich Kulturvermittlung stellte Dr. Trübswasser fest. Kulturarbeit ist ein gesamtgesellschaftlicher Faktor und für demokratiepolitisches Lernen ein lebendiges Beispiel. |
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Die Hörproben erzählten von Frauenkultur, Problemen der MigrantInnen, Widerstand und alternativen Medien. Ergänzt mit den Ausführungen von Dr. Trübswasser ergab sich das Bild von Kulturarbeit als Gestalterin der unmittelbaren Lebensumwelt. So ist z.B. die Erstellung eines kulturellen Profils für die Stadt Salzburg tatsächlich so fortschrittlich verlaufen, das ein von der Stadt beauftragtes externes ExpertInnengremium in einem einjährigen Prozess mit der lokalen Kunst und Kulturszene ein Papier entwickelt hat, das der Stadt Salzburg die Aufwertung von Zeitkultur verordnet. Dieses Papier wurde von politischer Seite angenommen und damit ist die gerechtere Verteilung der Ausgaben für Kultur erstmals in greifbare Nähe gerückt. |
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Die Einwürfe aus dem Publikum brachten das Nachdenken über Kulturarbeit zurück nach Steyr. So freute sich Kulturausschussmitglied Dir. Lengauer riesig über die gemachten Vorschläge zur Erarbeitung eines Leitbildes und kündigte auch gleich an diese in den Kulturausschuss zu tragen. Zweifel ob dieser Freude kam jedoch promt: Im Jahr 99 hat die Stadt Steyr zu einem Kulturgespräch geladen und nach Bedürfnissen und Wünschen der Kulturszene gefragt. Weder ist es seither zu weiteren Gesprächen gekommen (auf Initiative der Stadt) noch ist nachvollziehbar was mit den damals gesammelten Inhalten passiert ist. Und seriöse Vorschläge der regionalen Kultuszene liegen ja auch schon seit längeren unbeachtet vor. Zweifel wurde auch an dem Funktionieren des Kulturaussschusses laut. So sei einerseits in der Ära Lutz als Kulturamtsleiter der Kulturausschuss zu einem kurzsichtig agierenden Gremium verkommen, das sich um Alltagskram annehmen musste und andererseits kaum jemand der politischen Funktionäre die im Kulturausschuss vertreten sind auch wirklich mit Macht innerhalb ihrer eigenen Fraktion ausgestattet ist. |
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Kritik musste auch das Magistrat einstecken; so wurde die Frage gestellt wie denn als lokaler, ehrenamtlich geführter Verein denn überhaupt noch an Sponsorgelder zu kommen ist, wenn das gesammte Sponsoringvolumen durch proffesionelles Schnorren zu den städtischen Veranstaltungen wandere. Ausserdem wurde auch die Forderung laut, der Bürgermeister solle doch der von der Stadt in Millionenhöhe geförderten Wirtschaft abverlangen, einen bestimmten Prozentsatz in die Kultur rückfliessen zu lassen. |
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adHOKIn der Schlussrunde wurde dem Ursprung der Idee adHOK nachgegangen. adHOK versteht sich als überparteilicher Hifsfonds für Opfer städtischer Kulturpolitik. Was müsste also passieren, das Steyr nicht mehr Geburtsort solch drastischer Selbsthilfemassnahmen wird? "Auseinandersetzung mit und Annehmen von Kritik" ist die kurze Antwort von Dr. Gerhild Trübswasser Richtung Politik. Vielleicht richtet Herr Lengauer das auch seinen Kollegen aus, denn die waren ja nicht anwesend. liebl andi / sep01 |
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Die nächste Matinee im Rahmen
der WERKZONE findet am Sonntag den 9. September statt. Ab 11 Uhr wird im Akku der Film von
Werner Dornik "THE JOURNEY FROM: TECHNIC TO: TECHNO" gezeigt.http://www.servus.at/akku
http://www.kupf.at
http://www.indymedia.org |
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