DEIGMA - SINN

 

Die Idee zu diesem Projekt entsprang dem Buch "Kunst oder Nichtkunst" von Dr. Tasos Zembylas, einem Geburtstagsgeschenk meiner Frau, im April 1998.

Sinn und Zweck des Projekts "Deigma" ist die Verschmelzung von Kunst, Markt und Sozialem.

Durch die Verbindung von primärem (=Atelierverkauf - das Internet als erweitertes, jederzeit besuchbares Atelier) und sekundärem Kunstmarkt (=Galerieverkauf - die einzelnen Seiten als Werkkatalog für den Kunsthandel) soll ein Instrument geschaffen werden, das eine erweiternde Informationsebene zu meiner Arbeit darstellt und den Auslöser für einen formgebenden Prozeß im Sozialbereich bilden kann.

Seit 1997 ist mit dem Kauf eines Werkes aus meiner Arbeit die Leistung eines freiwilligen materiellen Beitrages zur Linderung menschlichen Leids konzeptuell verbunden. Dieser Beitrag (ich vermeide bewußt das Wort "Spende") ist als ein mit jedem Werk hermetisch verschmolzener Teil zu sehen. Die Leistung dieses Beitrags als ein plastischer Vorgang zu verstehen.

Der in materielle und immaterielle Bestimmungen gespaltene Goldbegriff soll so, mittels der Verschmelzung von Kunst und Sozialem, von seiner dualen Besetzung befreit und als neuer, erweiterter Goldbegriff in die Zukunft getragen werden.

Das Erkennen des - potentiell in jedem Stück Gold - elementar eingeschmolzenen menschlichen Leids und dessen Linderung mittels Kunst kann und soll für den Rezipienten zu einer Sensibilisierung im Umgang mit der visuellen Wirklichkeit des Metalls führen. Sichtbares Gold kann so zu einem menschenverbindenden, globalen Zeichen für Menschlichkeit werden.

 

Johannes Angerbauer

21. Mai 1998

 

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und WESEN